Donnerstag, 24. Juli 2008
Wieder Zuhause!
Dies ist nun der letzte Eintag in meinen Blog.
Seit anderthalb Wochen bin ich nun schon wieder in der Heimat. Mein letzter Tag in England war noch chaotisch. 4:20 morgens bin ich aufgestanden und habe mich auf dem Weg zur nächstgelegenen Bushaltestelle gemacht. Von dort aus ging es dann zur Victoria Station und dann mit einem anderen Bus zum Flughafen Stansted. Gegen 7:00 traf ich dort ein und war ganz gespannt wieviel ich Übergepäck bezahlen muss. Mein Koffer wog nur 13 Kilo (5 Kilo davon Eigengewicht des Koffers). Ich weiß auch nicht wie ich das gemacht habe, aber ich konnte sogar noch etwas aus meinem schweren Backpack, den ich mit an Board genommen habe, in den Koffer packen. Nachdem das Gepäck aufgegeben war, begab ich mich zum Gate und wartete und wartete und wartete. Um 8:50 sollte das Boarding schon abgeschlossen sein, aber es tat sich nix: wenig Leute am Gate, keine Ausschreibung meines Fluges und schon gar keine Flughafenmitarbeiter in Sicht. Es war schon ganz schön komisch. Aber da ich mit Ryanair fliegen wollte, dachte ich mir nix dabei, denn die sind ja öfters mal spät dran. Ein Passagier hatte jedoch zum Glück nochmal nachgefragt und kam aufgeregt zurück gerannt. "Die haben das Gate getauscht", meinte er. Ich hab erst gar nicht richtig gecheckt was los ist. Doch auf einmal rannten alles los. Das richtige Gate befand sich im anderen Terminal. Keine Ahnung warum die uns dies nicht mitgeteilt haben (keine Durchsage oder Ausschreibung). So etwa 10-20 Leute mit mir inklusive rannten also wie bekloppt durch die Gänge. Ich dachte aber wirklich schon, dass wir zu spät dran sein. Es war mittlerweile schon 9:00, 10 Minuten nachdem das Gate schon geschlossen sein sollte. Ich hatte mich schon seelich darauf eingestellt einen neuen Flug buchen zu müssen. Nach 5 Minuten Rennen kam ich dann völlig erledigt an (hatte immerhin 10 Kilo auf dem Rücken und noch ne Tasche dabei) und GOTT SEI DANK: das Flugzeug hatte auf uns gewartet und so betraten wir als letzte Gäste den Flieger. Keine Ahnung wie die anderen Passagiere wussten, dass das Gate getauscht wurde. Ist ja auch egal. Auf jeden Fall ging es dann zurück nach Deutschland. Ich hatte mir alles so schön vorgestellt: meine Eltern stehen winkend da und schließen mich gleich am Ausgang in die Arme. Pustekuchen! Sie sind zwar überpünklich zuhause losgefahren, aber durch unzählige Baustellen und schlechter Ausschilderung des Regionalflughafens waren sie zu spät dran:-(. So musste ich noch 10 Minuten auf sie warten. Dann waren wir noch Essen und sind gegen Nachmittag zuhause eingetroffen. Mein Hund ist erstmal vor mir weggelaufen und hat mich angebellt. Am Abend gings dann aber schon wieder. Oma und Opa waren auch noch da und zusammen haben wir Abendbrot gegessen.

Die ersten Tage zuhause waren schon etwas seltsam. Einerseits kommt es mir nicht so vor als ob ich ein halbes Jahr weg war und anderseits ist es schon anders. Ich vermiss mein Leben in England schon jetzt, vor allem natürlich die Leute, die ich dort kennengelernt habe. Nach gut 10 Tagen kann ich aber sagen, dass ich mich gut eingelebt habe und auch wieder genieße hier zu sein. Man kann halt nicht Beides haben.

FAZIT: ein hammermäßiges Erlebnis, dass ich jedem, der die Möglichkeit hat dies zu tun, wünsche; wahrscheinlich das geilste Semester während meines gesamten Studiums und einfach eine wahnsinning tolle Zeit. Ich würde alles genauso wieder tun!!!

Schön, dass ihr an meinen Erlebnissen interessiert wart und immer fleißig meinen Blog gelesen habt.

Bye bye sagt Silke!!!

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Samstag, 12. Juli 2008
Final Week
In 14 Stunden sitze ich schon im Flieger nach Hause. Ich bin ganz aufgeregt und freue mich riesig nach Hause zu kommen.

Die lezten zwei Wochen waren nochmal sehr aufregend.Zunächt war ich ja auf Working Holidays in Wales. Es war total super. Die Kinder waren nett, die Arbeit hat Spaß gemacht und das Wetter hat mitgespielt, was für Wales nicht selbstverständlich ist. Am Samstag sind alle Volunteers im Camp eingetroffen und wir konnten uns ein bischen kennen lernen. Wir waren 9 Mädels und 2 Jungs. Sonntag haben wir dann ein Training in den verschiedenen Aufgabenbereichen bekommen und Montag trafen dann die ersten Kids ein. Meine Aufgabe für die ganze Woche war es Pilze zusammen mit den Kindern zu identifizieren. Von Montag bis Freitag kamen dann 120-150 Kinder pro Tag (fast 100 während der ganzen Woche!!!) zum Learning Centre und in Stationsarbeit haben wir dann alle Aktivitäten abgehandelt (Identifikation von Bäumen, Insekten, Pilzen, Fischen in Fluss und Teich,...). Die Kinder waren zwischen 3 und 11 Jahre alt und einfach nur zum drücken. Das Beste war aber die Umgebung an sich. Wir lebten in völliger Abgeschiedenheit: kein Nachbarhaus, Supermarkt oder ähnliches. Einfach nur pure Natur. Zur Arbeit ging es jeden Tag mit dem Fahrrad auf Feldwegen und so weiter. Nach der Arbeit haben wir einige Ausflüge gemacht oder uns einfach nur ausgeruht, da die Arbeit mit den Kids auch ganz schön anstrengend war. Alles in allem hat es mir super gefallen und es war eine richtige Entscheidung dies noch vor meiner Abreise zu machen.

Diese Woche habe ich nun größtenteils in London verbracht, abgesehen von den Tagesausflügen nach Bath, Cambridge und Canterbury. Bath war mein absoluter Lieblingsort unter den drei Städten. Dort befinden sich römische Bäder, die einfach nur traumhaft aussehen. Leider war das Wetter diese Woche nicht so toll (viel Regen) und entgegen meiner Hoffnung wird es in Deutschland erstmal nicht viel besser sein. Ich will doch auch endlich mal den Sommer genießen!!! Jan hat mich diese Woche nochmal besucht und wir haben London zusammen erkundet. Gestern abend haben wir ein Stück von Shakespeare im originalen Globe Theatre gesehen. Das war echt toll. Die Kostüme und einfach nur das Flair - toll.

Den heutigen Tag habe ich größtenteils mit Packen verbracht. Mal sehen ob ich Übergepäck bezahlen muss. Ich muss morgen um 4 Uhr aufstehen. Hoffentlich verschlafe ich nicht. Morgen wird bestimmt ein aufregender Tag. Meine Family holt mich vom Flughafen ab und dann gehen wir erstmal schön mittagessen. Zum Abendessen wurden schon die Großeltern eingeladen.

Ich werde euch noch einmal nächste Woche schreiben und berichten wie es mir die ersten Tage in der Heimat so ergangen ist.

Bis dahin. Ein letzter Gruß aus England, Silke

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Samstag, 21. Juni 2008
AUFGEPASST: ich komme bald nach Hause
Hier nun meine Pläne für die nächsten drei Wochen:

Nächste Woche werde ich noch in Sunderland verbringen. Wie gesagt wohne ich nun mit Sarah (auch aus Deutschland) und Jan (aus der Slowakei) zusammen.

Am Samstag fahre ich jedoch schon nach Wrexham, in der Nähe von Chester. Dort werde ich Working Holidays machen. Das heißt Leute opfern ihren Urlaub um kostenlos für wohltätige Zwecke zu arbeiten. Ich werde mit 10 anderen Leuten als Betreuer in einem Camp arbeiten. 120 Kinder werden uns wohl die Woche über besuchen und wir werden einige Aktivitäten mit denen machen...was genau weiß ich noch nicht, aber auf jeden Fall Wandern, Tauchen,...
Ich freu mich schon total. Das wird bestimmt ein super Erlebnis. Und da das ja mit meinem Praktikum und dem Summer Camp Job leider nicht geklappt hat, ist das ein guter Ausgleich. Leider ist es nur für eine Woche.

Am 5. Juni fahre ich dann in den Süden und werde noch ein paar Tagesausflüge machen. Jan kommt mich dort vielleicht auch nochmal besuchen.

Und nun das Wichtigste. Ich habe meinen Rückflug gebucht. Am 13. Juni bin ich wieder da!!! Ich freu mich wirklich sehr auf Zuhause und natürlich euch alle. So kann ich auch meinen Geburtstag zu Hause feiern. Also bitte keine Karten nach England schicken:-).

Bis ganz bald also. Ich werde vorher aber auf jeden Fall nochmal schreiben.

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Das Erlebnis Auslandssemester geht zu Ende
Ich habe euch ja schon erzählt, dass ich letztes Wochenende in London verbracht habe. Es war echt schön. Ich habe ein paar Freunde aus Kassel getroffen und mit deren Reisegruppe ein paar Ausflüge gemacht. Mein Highlight war definitiv, dass wir die komplette Royal Family gesehen haben. Am letzten Samstag hat die Queen ihren Geburtstag gefeiert. Dabei gibt es immer eine große Parade vom Buckingham Palace zur Whitehall. Zunächst zogen Spielmannszüge und zahlreiche Garden der Queen vorbei, dann eine Kutsche mit William, Harry und Camilla, später die Queen und zum Schluss Anne und Charles auf Pferden. Komisch war nur, dass sie nicht einmal gewunken haben. Sie haben einfach geradeaus gestarrt und miteinander erzählt. Pfffff...hochnäsige Königsfamilie. Außerdem waren wir noch in Greenwich und haben eine Bootsfahrt auf der Themse gemacht. Es war echt schön, dass ich die anderen wiedersehen konnte. Das hat mich schon wieder ein bischen auf Zuhause eingestimmt. Komisch war nur, dass sie Samstag abend zurück gefahren sind und ich in England geblieben bin. Sonntag war ich etwas krank und hab mich einfach nur in den Hyde Park gelegt, gesonnt und den Sprechern des Speaker's Corner gelauscht. Also manche von denen erzählen so einen Mist...unglaublich. Ich hab mich köstlich amüsiert. Nachmittags ging es dann zurück nach Sunderland.

Oh...ich muss euch noch unbedingt von letzter Woche Dienstag erzählen. Das war sozusagen ein Abschiedsabend, denn noch in der gleichen Woche sind Tom, sein Bruder (der war hier auf Besuch), Paul, Leslie und Jesper zurück in ihre Heimatländer geflogen. Also dachten wir uns, dass es eine gute Idee ist nochmal auszugehen. Wir haben ordentlich vorgeglüht. Den amerikanischen Drinkspielen sei dank. Also war ich schon gut dabei als wir los sind. Wir wussten schon vorher, dass Dienstag abend Gay Night in Sunderland ist. Dienstag ist normalerweise nicht soviel los in Sunderland, deswegen sind wir zunächst in einen Pub, wo viel los war. Ich habe gleich am Anfang zwei Mädels gefragt wo man denn danach noch hingehen kann. Eine von beiden teilte mir mit in welchen Club alle Leute später gehen und aufgepasst: Sie streichelte mich im Gesicht. HAHA!!! Ich bin dann erstmal geflüchtet. Später kam sie an unseren Tisch und fragte die Jungs ob ich lesbisch wäre. Toms Bruder sagte nein und sie meinte zu ihn: "Oh no...she's so beautiful". Das war auf jeden Fall mal lustig. Später im Club haben wir noch viele Homosexuelle gesehen. Von unserer Gruppe wurde aber niemand weiter angemacht.
Auf dem Weg zurück zum Wohnheim, kam uns dann die Idee noch zum Strand zu gehen um sich den Sonnenaufgang anzusehen. Zunächst war es nur ein Spaß, doch schon bald wurde Ernst. Wir sind jedoch erst zurück um wärmere Sachen anzuziehen und Badesachen zu holen. Eine Stunde brauchten wir dann um zum Strand zu gelangen. Ich glaube halb fünf waren wir dann dort...pünklich zum Sonnenaufgang. Sah echt toll aus. Die Jungs sind gleich ins Wasser gesprungen oder sagen wir mal besser rein- und wieder rausgerannt. Mir war es eindeutig zu kalt. Ich hab also gekniffen. Um sechs waren wir dann zuhause. Einige sind gleich ins Bett, aber Paul, Tom und ich haben noch einen schönen heißen Tee getrunken und erzählt. Halb neun morgens war ich dann auch im Bett. Das war auf jeden Fall ein toller letzter Abend mit den Leuten.

Jetzt sind noch Jan und Sarah hier. Wir sind sozusagen die Übriggebliebenen unserer Gruppe. Wir sind heute auch alle zusammen in ein riesiges Haus in die Stadt gezogen, da unser Wohnheimsvertrag ausgelaufen ist. Es wird also bestimmt nicht langweilig die nächsten Tage. Wir werden auf jeden Fall das Halbfinalspiel schauen und hoffentlich jubeln. Ich sage euch...seid nur froh, dass ihr in Deutschland schauen könnt. Letzte Wochen haben wir in einen Pub das Viertelfinale geschaut und Sarah und ich waren die einzigen die bei einem deutschen Tor gejubelt haben. Die Briten haben uns angestarrt. Ist echt ein seltsames Gefühl.

Also jubelt mal für mich mit!

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